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Ganz woanders – Jetzt im Handel

14. August 2008

Buchcover zu Ganz woanders - vier Jahre in Beijing von Matthias Kluckert und Thomas Tang

Es ist jetzt schon wieder ein paar Wochen her, dass ich für Matthias Kluckert, aus Nordrach, und seinen chinesischen Co-Autor Thomas Tang die Kurzgeschichtensammlung “Ganz woanders – vier Jahre in Beijing” gelayoutet habe.

Matthias, den ich noch aus Jugendtagen kenne, studiert seit vier Jahren Chinesisch in Peking, sein Mitschreiber, der aus der chinesischen Provinz stammt, lebt und studiert ebenfalls seit vier Jahren dort. Ihre Erlebnisse in der Hauptstadt schildern sie auf eine wundervoll lockere Art und regen neben den Lach- und Schmunzel-Muskeln auch immer wieder an zum Nachdenken über die eigenen Vorurteile gegenüber den “Schlitzaugen”. Es geht um merkwürdige Essgewohnheiten, bürokratische Unfassbarkeiten und zwischenmenschliche Begegnungen der besonderen Art.

Bei der Veröffentlichung, die bei BoD erscheint, habe ich die Covergestaltung übernommen, den Buchblock gesetzt und auch einige Illustrationen beigesteuert.

Leider hatten wir ein paar Probleme mit BoD, sodass ich diesen Verlang nun nicht mehr ohne weiteres empfehlen kann.

Aus dem Klappentext:

Zwei Studenten in der chinesischen Hauptstadt: Der eine sieht Beijing mit den
Augen eines chinesischen Provinzlers, der andere mit denen eines Ausländers.
Skurrile Geschichten hat die Studienzeit im Wirtschaftswunderland für
beide zu bieten. In diesem Buch erzählen Thomas Tang und Matthias Kluckert
vom Militärtraining, von Gratis-Reisen zu Drachenfliegerfestivals und von der
Schwierigkeit, in Beijing Pornofilme zu kaufen.

Das Buch ist ab sofort bei Amazon erhältlich.

Stromausfall am See 2007

3. September 2007

Wir sind wieder zurück von Rock am See 2007. War ein prima Festival und wir hatten richtig Glück mit dem Wetter. Trotz dicker schwarzer Wolken haben wir gerade mal 3 Tropfen Regen abbekommen, doch erhielten dafür einen kleinen Regenbogen.

Rock am See 2007
Rock am See 2007 – noch etwas leere Bühne
Bild: Katja

Bei den Bands wars so Teils-Teils. Die Opener The Graduate waren eher so im Trallala-Bereich. Danach kam aber der Hammer Auftritt von der Sounds Sängerin Maja. 40 Minuten PartyPower pur. Leider hat die etwas knapp bekleidete, blonde Schwedin viel Zeit damit verbracht die Bühne mit ihrem Speichel zu befeuchten. Danach gab es kein Razorlight. Deren Bus hatte bei München einen Unfall und so schafften sie es nicht mehr rechtzeitig zum Konzert. Aber alle Musiker blieben unverletzt. Stattdessen hatte der Veranstalter Koko die junge Nachwuchsband Mess organisiert, die ihren klassischen Punkrock gekonnt vor den 15.000 Zuschauern zum Besten gaben.

Rock am See 2007- The Sounds live
Rock am See 2007 – The Sounds live
Bild: Katja

Danach kamen NOFX, deren Auftritt etwas kürzer als geplant ausfiel, da gute 45 Minuten davon der Strom im gesamten Stadion ausfiel. Das passierte später auch wieder bei den etwas unbeeindruckenden Sportfreunden Stiller. Wobei NOFX die Pause mit zwei Unplugged Stücken und diversen Tanzeinlagen überbrückten. Schuld an den Ausfällen waren anscheind die vielen Imbissstände, die einfach zu viel Strom für die Trafos verbrauchten. Ein extra angekarrtes Notstromaggregat der Stadtwerke konnte aber zumindest halbwegs Abhilfe schaffen, da das Notaggregat der Veranstalter selbst lediglich die Bühne versorgen konnte. Nach den Sportfreunden gaben Billy Talent einen wirklich bombastischen Auftritt. Die Kanadier haben wirklich gerockt. Vor dem Auftritt der Headliner Nine Inch Nails kam deren Sänger Trent Reznor auf die Bühne und erklärte ziemlich sauer, dass die Veranstalter wohl nicht genug Strom für deren Bühnenshow – bestehend aus Lichteffekten und diversen Bildschirmen – liefern könnte, weshalb die Band ziemlich angefressen sei. Die Show lief dann zwar etwas dunkel, dafür aber musikalisch ziemlich gut ab. Allerdings brach die Band ein Lied abrupt ab, als ein Fan anscheinend einen anderen Song lautstark forderte. Die ganze Wut der Musiker entlud sich dann in einer Komplettverwüstung des Equipments inkl. Gitarren, Schlagzeug und reihenweise Mikrophonständern. Ich war beeindruckt wie gut die Roadies eingespielt waren. Trent Reznor warf während diversen Stücken immer wieder seine Gitarre in hohem Bogen hinter die Bühne. Noch bevor diese auf dem Boden aufschlug kam schon eine Stagehand angerannt und hing ihm eine neue um. Ich glaube das ist mal wirklich ein ziemlich beschissener Job. Das Konzert fand so dann auch früher als geplant ein Ende. Wir hielten im Gegensatz zu vielen anderen Besuchern aber so lange aus, um das noch mitzuerleben. Während dem Nine Inch Nails Auftritt verließen zunehmend mehr Leute das Gelände. Mehr Infos zu den Geschehnissen gibt’s bei Laut.de und der Thurgauer Zeitung Da wir dieses Jahr das Zelt zu hause gelassen hatten, hatten wir eine gute Nacht in meinem Golf und waren froh nicht auf den total zermatschten Campingplatz auf dem Flugfeld herumwaten zu müssen. Dazu auch Katjas Artikel und hier gibts ihre Bilder!