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Pharmawerbung mal schmutzig

13. May 2009

Werbung für Medikamente ist normalerweise eher sehr sauber und aufgeräumt fast steril.

Dass es auch anders geht beweist CBGrey Paris mit Ihrer Anzeige “Manhole” für Dulcolax Laxative von Boehringer-Ingelheim.

Anzeige des Abführmittels Dulcolax von CBGrey Paris

Anzeige des Abführmittels Dulcolax von CBGrey Paris

Ein wirklich sehr knackiges Visual, dass allerdings ohne den Claim “IT WORKS – Dulcolax” wohl kaum verständlich wäre.

Gerade dieser Claim verwundert mich allerdings auch etwas. Ist das nicht schon ein Wirkversprechen? In Deutschland wäre diese Anzeige damit sicherlich abmahnbar. Anscheinend ist man da in Frankreich etwas entspannter. Hat da jemand genauere Infos?

[via AdverBox hier auch das Visual in HiRes]

Flacher Bauch? Mundgeruch?

24. April 2009

Kann mir mal jemand sagen, nach welchen Kriterien bei Qype die Google-Anzeigen geschalten werden?

Als ich heute bei Qype meinen Eintrag gecheckt habe, konnte ich dort folgende Anzeigen lesen:

Werbung bei Qype zum LPM-Eintrag

Werbung bei Qype zum LPM-Eintrag

Frechheit oder?

Für Fastenzeit keine Zeit?

18. March 2009

Schöne Guerilla-Kampagne in Rotterdam für die Kette “Fitness First”.

Passanten wird Ihr Gewicht in großen Ziffern angezeigt, sobald sie sich auf die Bank in der Bushaltestelle setzen. Natürlich so gut sichtbar, dass auch andere es sehen können.

Fitness First Kampagne in den Niederlanden

Fitness First Kampagne in den Niederlanden (Bild: thecoolhunter.net)

[via The Cool Hunter]

Jetzt schlägt’s 13

4. September 2008

Das EU-Paralment in Brüssel denkt im Moment allen Ernstes darüber nach “Geschlechterklischees” aus der Werbung zu verbannen. Dazu zählt dann nach Ansicht des Parlaments auch eine Frau die am Herd steht und kocht. Die Augsburger Allgemeine meint dazu zynisch:

Im Maggi-Kochstudio bleibt demnächst die Küche kalt. Und auch die Hausfrau mit dem Kalkschaden (an der Waschmaschine) verschwindet aus der Werbung. …

(Quelle: Augsburger Allgemeine)

Dieses Kuriosum ist Teil der neuen Benachteiligungsrichtlinien, die EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla im Moment reformieren will.

Für mich persönlich ist das nur ein weiterer Schritt in die Entmündigung des Bürgertums. Anscheinend traut die Politik dem Volk immer weniger zu selbst richtige Entscheidungen zu treffen und möchte uns in allen Bereichen von “schädlichen” Einflüssen schützen. Es wird auch diskutiert Alkoholikawerbung zu verbieten, was ja evtl. noch nachvollziehbar ist. Allerdings glaube ich weiterhin nicht, dass Werbung für immer mehr Alkoholsüchtige Jugendliche verantwortlich ist. Genauso wenig, wie Süßigkeitenwerbung Menschen in die Fettleibigkeit treibt. Selbstbeherrschung und Verantwortung für sich selbst muss man erlernen und das passiert in der Familie und nicht in der Fernsehwerbung. In dem man immer mehr Verbote “zum Wohle der Gesellschaft” erlässt bringt man niemanden auf den richtigen Weg. Vielmehr vermittelt das dem Ottonormalverbraucher das Gefühl, dass es gar keinen Grund mehr gibt selbst über Gut und Schlecht zu entscheiden, da das ja die Politik für einen übernimmt.

Das alles klingt jetzt sehr Systemfeindlich, was aber nicht meine Absicht ist. Unsere Demokratie ist immer noch eines der am Besten funktionierenden Regierungssysteme überhaupt. Ich möchte nur einen Denkanstoß geben, dass vielleicht nicht alles immer so gut ist, was “von da oben” kommt.

Bleibt die Frage wer dann in Zukunft Werbung für o.b. machen wird. Vielleicht Männer?

Etwas unverständlich empfindet das auch der Spiegel in seinen Zeitgeschichten.

Warte bis September

28. August 2008

IKEA rührt auf allen Kanälen kräftig die Werbetrommel für den neuen Katalog, der ab September verteilt wird.

Neben den üblichen TV-Spots gibt es eine sehr Big Brother mäßige Website Namens warte-bis-september.de. Hier kann man dem lustige Nils zuschauen, wie er in seiner ziemlich leeren Einzimmerwohnung rumlungert. Man kann mit Nils Kontakt aufnehmen. Per Email, Twitter oder sogar in der Bude anrufen. Was etwas nervig ist, da zu später Stunde permanent das nervige Bimmeln des Telefons zu hören ist und Nils auch nicht mehr wirklich ran geht. Da hat sich IKEA wohl weniger Zuspruch erhofft gehabt.

Nils beim spielen (Quelle: Warte-bis-September.de)

Nils beim spielen (Quelle: Warte-bis-September.de)

Ich denke mal die Auflösung der Aktion wird sein, dass Nils seine neuen Möbel aus dem neuen Katalog live aufbauen wird und damit ist dann Feierabend. Im Moment kann man schon erste Ansätze dafür erkennen, da der nette Protagonist schon mit Klebeband erste Möbelumrisse an die Wände gepappt hat. ich könnte ja wetten, dass der Typ sonst auch angestellter in nem IKEA ist und sich wie blöd gefreut hat, beim Casting der Agentur gewonnen zu haben. Jetzt wird er sich wohl nicht mehr so freuen :)

UNIQLOCK

20. August 2008

UNIQLOCK ist wohl die derzeit kreativste Art und Weise die aktuelle Zeit zu visualisieren. Die Flashsite mischt dabei eine typographisch sehr nüchterne, aber straighte Zeitanzeige mit wechselnden Clips japanischer Tänzerinnen.

Hinter dieser wundervollen Flash-Website steckt das japanische Modelabel UNIQLO. Und die Tänzerinnen präsentieren natürlich Shirts der Marke. – Werbung kann eben auch manchmal Kunst sein :)

Die wunderbare Musik im Hintergrund stammt übrigens von dem wundervollen Projekt Fanatstic Plastic Machine.

Lizenzfreie Musik

7. August 2008

Im Büro bin ich derzeit damit beschäftigt ein kleines Werbevideo für eine Produkteinführung zu produzieren. (Zum Produkt gibt’s dann zu gegebener Zeit mehr Infos, da es eigentlich ne ganz coole Sache ist)

Beim Schnitt ist ja neben den Bilder die Musik mit das wichtigste Element, da ich mal wieder eine Low-Budget Produktion zu bewältigen habe können wir uns nicht in den üblichen Royalty free Datenbanken bedienen, sondnern müssen auf gänzlich kostenfreie Musik zurückgreifen. natürlich sollte auch keine GEMA zu entrichten sein.

Tune

Foto von Timothy Lloyd

Seit längerem kenne ich Pod Save Audio. Das ist eine ganz nette Datenbank für frei verfügbare Musik.

Bei meiner Rechcherche bin ich allerdings auf eine wirklich grandiose Community gestoßen: ccMixter entstammt aus der gemeinschaft um die Creative Commons Lizenzen und genau diese kommen auch bei ccMixter zum Einsatz. Die Idee hinter der ganzen Sache ist, dass die User primär Sampels in die Plattform einstellen und diese mit den verschiedenen wählbaren Lizenzen versieht. Je nach Lizenzmodell können andere User dann diese Samples verwenden um daraus eigene Mixes zu erstellen, die dann wieder lizenziert werden, daraus entstehen dann Remixe usw.

besonders interessant für unsere Zunft ist, dass es auch viele wirklich brauchbare Tracks gibt, die für die kommerzielle Nutzung in Werbung und Co. zur Verfügung stehen, dazu verlangen die Urheber meist nur ein paar Credits in Form der Erwähnung ihres Namens im neuen Werk.

Alles in allem eine wirklich feine Sache und anders, als bei anderer Gratis-Musik wird hier wert auf Qualität und Aktualität gelegt. Die Tracks klingen frisch und nicht wie aus einer billigen Soundmaschine.

Revolución für Ihren Blog!

9. April 2008

… so laute der Betreff einer Email, die ich heute von Nordpol bekommen habe. Ich wurde darin auf den neuen Spot für den Dacia Logan aufmerksam gemacht und gefragt, ob der nicht für dieses kleine Blog interessant wäre. Da fühle ich mich natürlich ein bisschen geehrt, dass eine der großen Agenturen dieses kleine Blog (und bestimmt 1000 andere, die bei der Google-Suche nach “werbung blog” auftauchen) hier als Viral-Verteiler in Betracht zieht. Immerhin wurde ich sogar mit meinem vollen Namen angesprochen. Dann tue ich der netten Dame mal den gefallen. Hier der Spot:

Mhm, und welche Zielgruppe sollte da gleich nochmal erreicht werden? Kommunisten, Nachwuchsrevoluzer? Mal ehrlich, wer von den Nachwuchskunden erkennen die alten Herren auf die hier angespielt wird? Ein wenig Super8-Optik und zweitklassige Doubles – Nein das haut mich nicht vom Hocker. Da war die Vorgängerkampagne doch wesentlich besser:

Gut daran war auch, dass diese nicht zu sehr ausgelutscht wurde. Habe den Spot höchstens einmal im TV gesehen. Oder hatte da VW ein Problemchen damit und hat abgemahnt? medienvirus.de findet “die Revolution” auch nicht so prickelnd. Ich muss aber sagen, dass ich das Auto an sich schon ganz interessant finde. Ist eben wirklich ein super Preis! BTW: “ihren Blog” klingt für mich nach wie vor grammatisch falsch. Für mich heißt das weiterhin DAS Blog. Basta!

TV Spot: Areva

8. April 2008

Gerade habe ich mal wieder den TV Spot von Areva auf Eurosport gesehen. Das ist mal wieder Werbung die Spaß macht:

Aber irgendwie fiel mir auf, dass ich diesen sehr plastischen Stil schonmal gesehen habe. Ah genau, beim Röyksopp-Video zu “Remind Me”. Uralt aber immer noch eines der besten Videos überhaupt.

Eine kurze Recherche ergab, dass beide Videos aus der Feder der französischen Agentur H5 kommen, von denen anscheinend auch der nette “Transformer” vom Citroen C4 ist, auch wenn der Style hier doch ein völlig anderer ist:

Dann habe ich noch eine etwas typografischere Arbeit von denen gefunden. Der MusicClip für Alex Gophers “The Child” von 1996 ist ganz typographisch gehalten, enthält aber die gleichen dreidimensionalen Kamerafahrten und Animationstempos wie die Clips für Areva und Röyksopp.

Unglaublich aber wahr: Ich habe es nicht geschafft einen Link zu einer Website von H5 zu finden.

Der klysi war so nett die Recherche für mich zu übernehmen. Hier der wirklich simple Link zur H5 Website mit vielen schönen Arbeitsbeispielen und diversen Videos für Massive Attack etc…

Hier noch zwei Links zu weiteren veröffentlichungen von H5: Retrospektive und kurze Zusammenfassung der Laufbahn von H5

Hansaplast Sensitive

29. March 2008

Was für eine wunderbar verspielte Anzeigenserie haben wir denn da? ein schönes Beispiel dafür, dass Pharmawerbung auch ansprechend und kreativ sein kann.

Wie Ad Sneeze richtig feststellt zielt die Werbung sehr schön auf die Zielgruppe der Kinder ab, wobei diese wohl leider nicht die Kaufentscheidung treffen werden/können. Dennoch finde ich die Visuals sehr gelungen und ansprechend. Ich glaube allerdings, dass der Claim “Plasters that heal” (Pflaster, die heilen) so in Deutschland sofort, wegen des Wirkversprechens ab gemahnt werden würde. Das ist in Spanien entweder anders, oder Hansa war’s die Mahngebühren wert. Agentur: TBWA, Barcelona, Spain Creative Directors: Ramon Sala, Juank Espejo Art Director: Jordi Rins Copywriter: Juank Espejo Illustrator: Urano Photographer: Jordi Bernabé [via Ad Sneeze]